Universität Mannheim / Forum / Netzwerk / Ausgabe 2/2016 / Millionen für die Stiftung

Millionen für die Stiftung

Geburtstagsspenden, letzter Wille und engagierte Unternehmen der Region stärken die Stiftung Universität Mannheim. Diese macht mit professioneller Anlagestrategie Spender und Vorstand glücklich.

Gleich, ob es sich um eine einmalige Großspende eines Mäzens für ein Forschungsprojekt, die Berücksichtigung der Universität in einem Testament oder um eine jährliche Spende einer Unternehmerfamilie für den nachhaltigen Aufbau eines Kapitalstocks handelt – mit der Stiftung Universität Mannheim hat die Universität das geeignete Instrument, um den Spenderwillen im Einklang mit den Zielen der Universität professionell umzusetzen. Die Förderung der Exzellenz in Forschung und Lehre stehen dabei im Vordergrund. Als weitere Säule baut die Stiftung nach dem Willen des Vorstands einen sozialen Zweig auf, der mit Stipendien für finanziell schlecht gestellte Studierende ab Herbst an den Start geht.

Dank großzügiger Zustiftungen und Spenden hat sich das Grundkapital der Stiftung Universität Mannheim seit ihrer strukturellen Neuaufstellung 2014 mehr als verdoppelt. Seitdem sind weitere Großspenden in Millionenhöhe für den Kapitalstock oder mit Zweckbindung dazugekommen. Dazu zählen etwa die 80 Stipendien in Höhe von 1.800 Euro, die der Absolvent Normann Stassen und seine Familie zu Stassens 80. Geburtstag gespendet haben. Das Unternehmen Freudenberg wiederum unterstützt mit 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren den Aufbau eines Graduiertenstudiengangs. Der Mäzen Hans-Peter Wild, Eigentümer der Capri-Sun AG in Zug, die von dort aus das weltweite Capri Sun Geschäft leitet, spendete anlässlich seines 75. Geburtsages 1 Million Euro, die zum Teil die Stiftung nachhaltig stärken soll und zum Teil ein Forschungsinstitut kofinanzieren wird. Prof. Dr. Anna Bojanovsky setzte die Stiftung als Erbin ein und vermachte ihr damit aus zwei Rentenversicherungen etwas mehr als 210.000 Euro.

„Dass es sich lohnt, trotz momentan schlechter Zinslage auch den Kapitalstock aufzubauen, überrascht die Spender“, so Gerhard Stegmann, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Stiftung. „Durch eine professionelle Anlagestrategie wurden im vergangenen Jahr jedoch gute Erträge erwirtschaftet, sodass sich auch die Zuwendungen in das Stiftungskapital auszahlen. Das freut den Vorstand ebenso wie die Spenderinnen und Spender.“ 2016 fördert die Stiftung mit ihren verfügbaren Mitteln bisher eine W2-Professur zur Unterstützung der Herausgeberschaft der American Political Science Review (APSR) und eine hochkarätige Gastprofessur im Bereich nachhaltige Energiewirtschaft. Besonders wichtig ist für die Universität aktuell eine Anschubfinanzierung für die Koordination der Exzellenzinitiative. Darüber hinaus konnte die Zahl der Stipendien, die die Stiftung Studierenden zur Verfügung stellt, 2015 verdreifacht werden. Weitere Projekte aus Spendenmitteln und ein Sozialstipendium für finanziell schlecht gestellte Studierende sind derzeit im Aufbau. 

Zum Bild: Gerhard Stegmann, Geschäftsführer der Stiftung Universität Mannheim

Autorin: Katja Bär   I   Foto: Stefanie Eichler  I   August 2016

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Stiftung Universität Mannheim