Startup PulseShift gewinnt MCEI Seed Award

Mit kontinuierlichen Mitarbeiterbefragungen und übersichtlichen Analyse-Tools möchte das Mannheimer Startup Pulseshift Unternehmen zu mehr Erfolg beim Transformation-Management verhelfen. Für diese Idee wurde das Gründer-Team mit dem Seed Award des Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation ausgezeichnet. Damit verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.


Die Mannheimer Startup-Community ist lebendig und wächst – bei der regelmäßig stattfindenden „Startup Lounge“, die vom Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation (MCEI) organisiert wird, versammeln sich stets zahlreiche junge, kreative Köpfe, um nach Gleichgesinnten zu suchen. Normalerweise geht es hierbei sehr locker zu: Man trifft sich, um bei einem Bier in entspannter Atmosphäre über mögliche Geschäftsideen zu plaudern. Bei der 34. Startup Lounge am Dienstag lag hingegen Spannung in der Luft. Der Grund: Zum ersten Mal wurde der mit 10.000 Euro dotierte MCEI Seed Award an ein frisch gegründetes Startup vergeben. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Vetter-Stiftung gestiftet, die damit ensprechend ihrem Zweck Hilfe zur Selbsthilfe bietet und  gleichzeitig das Startup-Ökosystem im Mannheimer Raum fördert.

Aus 15 Bewerbungen wurden die drei besten durch die Jury im Vorentscheid gekürt und zur 34. Startup Lounge eingeladen. Dort präsentierten sie in einem kurzen Pitch ihre Idee vor der Jury und den Anwesenden live. Danach folgte jeweils ein kurzer „Stresstest“: Die Teams mussten Jury und Teilnehmern fünf Minuten lang Rede und Antwort stehen und selbst auf unerwartete Fragen eine passende Antwort parat haben. Auch wenn die Entscheidung knapp war, gelang es dabei einem Team, die anderen hinter sich zu lassen. Zustimmendes Nicken und lauten Beifall gab es daher von Seiten des Publikums, als die Jury schließlich den Sieger verkündete. Gewinner des Seed Awards wurde das fünfköpfige Team von PulseShift – einem Startup, das ausschließlich aus ehemaligen SAP-Mitarbeitern besteht und sich selbst als „wegweisend für die Zukunft der Mitarbeiterbefragung“ charakterisiert.

Die Gründer von PulseShift widmen sich mit ihrer Idee einer der größten Herausforderungen im Management, dem sogenannten „Transformation-Management“, das heißt der erfolgreichen Umsetzung von Veränderungen im Unternehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist Veränderungsfähigkeit in der heutigen Geschäftswelt unausweichlich und doch scheitern die meisten Transformations-Projekte. Laut der Unternehmensberatung McKinsey passiert dies sogar in mehr als zwei Dritteln aller Fälle. „Dies liegt vor allem daran, dass  Mitarbeiter nicht genügend in den Entscheidungsprozess eingebunden werden“,  ist sich David Hoeffler von PulseShift sicher. Er und sein Team möchten Unternehmen daher ein Tool zur Verfügung stellen, das Führungskräften frühzeitig die Möglichkeit bietet, zu erkennen, was schief läuft und wie sich ihre Entscheidungen auf die Stimmung der Mitarbeiter auswirken. Dies möchte das Team mittels unterhaltsamer Mikro-Umfragen erreichen, an denen die betroffenen Mitarbeiter regelmäßig teilnehmen sollen. PulseShift liefert zugleich die passende Technik, um Führungskräften die Ergebnisse anschaulich zu präsentieren, damit diese schnell und angemessen reagieren können.

 
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Platz zwei und drei gingen an die Teams von Your Henry und Ku.bus. Ersteres bietet einen komfortablen All-In-One-Service für Haushaltsdienste an. Ein persönlich zugeordneter Home-Manager übernimmt dabei alle unangenehmen Pflichten des Alltags und hilft beim Einkaufen, Putzen und Wäschewaschen. Ku.bus versteht sich hingegen als kompaktes Informationsportal für Business-News aus der Region Rhein-Neckar. Das Unternehmen bündelt Berichte verschiedener Zeitungen und Nachrichtenportale aus der Region, versendet diese in Form eines personalisierten Newsletters und ergänzt sie durch eigene Berichte, Lifestyle- und Event-Tipps.

Um sich bewerben zu können, mussten die Teams hohe Erwartungen erfüllen: Hochmotiviert, energetisch, ideenreich, charismatisch und zugleich erfahren sollten die Jung-Unternehmer laut Ausschreibung sein. Zudem wurde von ihnen erwartet, ein auf Wachstum ausgerichtetes Geschäftsmodell überzeugend darstellen zu können. Die Gründer sollten außerdem nicht nur mit großen Plänen begeistern – sie mussten auch beweisen, dass sie im Jahr 2016 bereits damit begonnen hatten, diese in die Tat umzustehen, z.B. durch die Implementierung eines Minimalprodukts oder Prototypen. Darüber hinaus sollte mindestens eines der Gründungsmitglieder einen Abschluss der Universität Mannheim haben oder sich noch im Studium befinden.

Die Heinrich-Vetter-Stiftung plant, künftig weitere Startups mit Universitätsbezug mit einem Seed-Award zu fördern. Neben der finanziellen Unterstützung profitieren Teilnehmer und Gewinner außerdem von der Beratung und Unterstützung des MCEI-Teams bei ihren Vorhaben. 

Links zu den Startups:

PulseShift

Your Henry

Ku.bus

Text: Kathrin Holstein   I   Fotos: Elisa Berdica   I   Februar 2017