Universität Mannheim / Forum / Netzwerk / Ausgabe 2/2017 / Frischer Gründergeist trifft unternehmerische Erfahrung

Frischer Gründergeist trifft unternehmerische Erfahrung

Fehler gehören zum Startup-Alltag dazu. Trotzdem wäre es schön, den einen oder anderen direkt zu vermeiden. Hierfür fehlt jungen Gründern jedoch meist die Erfahrung. Das neue MCEI Startup Mentoring in Kooperation mit ABSOLVENTUM bringt Studierende mit einer Geschäftsidee deshalb mit gestandenen Unternehmern zusammen, von deren Expertise und Netzwerk sie profitieren.


Der 36-jährige Michael Wurst gründete schon während der Schulzeit sein erstes Unternehmen im Internetbereich und studierte dann Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship an der European Business School in Oestrich-Winkel. Nach zehn Jahren im Innovationsbereich der Deutschen Telekom entschied sich der Unternehmer, selbst wieder ein Startup zu gründen: Mister Trip ist eine Reiseplattform für Individualreisen, die den direkten Kontakt mit Reiseexperten im Zielland herstellt.

Seitdem hat Michael Wurst intensiv mit dem Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation (MCEI) der Universität Mannheim zusammengearbeitet – von Praktikumsangeboten, über die Betreuung von Abschlussarbeiten bis hin zu Beratungsgesprächen mit studentischen Gründern. Mittlerweile fühlt sich der Unternehmer sehr verbunden mit der Universität Mannheim, obwohl er selbst nicht in Mannheim studiert hat. Seit vergangenem November ist Michael Wurst auch einer von zehn Mentoren im Rahmen des neuen Startup Mentoring Programms vom MCEI und ABSOLVENTUM, welches speziell auf gründungsinteressierte Studierende zugeschnitten ist. „Ich möchte ihnen dabei helfen, ihre Geschäftsidee zum Erfolg zu bringen“, sagt Michael Wurst. „Die gleichen Fehler müssen nicht mehrmals gemacht werden. Ein paar Tipps können schnell helfen und den Weg einfacher machen.“

Auch der 21-jährigen Lana Ivulans war früh klar, dass sie gründen möchte. Auf der Suche nach einem Geschenk kam der BWL-Studentin die Idee, Geschenkboxen für Studierende zu entwickeln, die mit allerlei interessanten Produkten für das Studentenleben gefüllt sein sollen. Kurz darauf erfuhr sie über Facebook von dem Startup Mentoring. „Ich hatte das Gefühl, dass das Konzept zu mir passt und mich weiterbringen kann“, sagt Lana. Das MCEI und Sebastian Hoffmann, Referent des Mentoring- Programms von ABSOLVENTUM, brachten das Paar dann zusammen. Seitdem treffen sie sich regelmäßig und arbeiten gemeinsam an dem Projekt.

Im September soll bereits die erste Version ihrer Studibox auf den Markt kommen. Das Mentoring-Paar sucht daher gerade verstärkt nach Sponsoren für die Inhalte der Box. Lana ist seit Beginn des Mentorings mit ihrem Projekt schon sehr viel weiter gekommen: „Ich kann mich immer an Michael wenden und nach Rat fragen. Er versteht wirklich, um was es geht. Das Mentoring gibt mir echten Rückhalt.“ Vom gemeinsamen Austausch haben aber auch die Mentoren etwas. „Erfahrene Gründer und junge Leute mit frischer Energie zusammenzubringen, bringt beide Seiten voran“, sagt Michael Wurst. Eine weitere Austauschmöglichkeit bieten zudem die MCEI-Netzwerkveranstaltungen, bei welchen man sich auch mit den anderen Paaren austauschen und weitere Kontakte knüpfen kann. Letztendlich könne durch das Startup Mentoring der Gründungsprozess beschleunigt und vereinfacht werden.

Zum Foto: Von der Idee zum Startup: Lana Ivulans und ihr Mentor Michael Wurst

Autorin: Sina Buschhold   I   Foto: Elisa Berdica  I   September 2017

Weitere Informationen:

Lesen Sie mehr zu 10 Jahren Mentoring im Interview mit dem Referenten des Programms Sebastian Hoffmann unter: www.absolventum.de

Das nächste Mentoring Kick-off findet am 09. Oktober um 19 Uhr im Gartensaal statt.